Archive for August, 2007

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Am Flughafen

Nun ist es soweit und ich trete meine Rueckreise aus dem sonnigen Kalifornien nach Deutschland an. Noch sind es ca. 1,5 Stunden bis es losgeht und Jens und ich haben uns die wohl einzige Stelle mit freiem WLan am Flughafen gesucht und sitzen hier auf dem Boden mit dem Laptop aufgeklappt. Leider bin ich nicht so schmerzfrei jemanden um halb-sechs morgens anzurufen also macht euch keine Sorgen ;) . In ca. 24 Stunden virtueller Zeit und 12 Stunden realer Zeit bin ich dann wieder in Frankfurt und dann ca. 0:00 Uhr denke ich zurueck in meiner Wohnung in Heidelberg. Also los, die Aermel hochgekraempelt und ab ueber den Atlantik.

Juhu, einmal Glueck gehabt

Nachdem mein Konferenzbeitrag fuer die Web 2.0 Expo in Berlin nicht angenommen wurde (bzw. ich keine Absage oder Zusage erhalten habe) hab ich doch mal Glueck gehabt und ein Ticket fuer die RailsConf Europ im September in Berlin gewonnen.

Gewinner

Vielen Dank and die Losfee und an Mathias.

Zusammenfassung des Valleys

So langsam naehert sich nun meine Geschaeftsreise hier im Valley dem Ende und ich denke es ist nun der richtige Zeitpunkt um meine Eindruecke die ich hier gesammelt habe zu ordnen und zu einem Buendel zusammenzufassen. Doch beginnen wir einfach direkt am Anfang und gehen es Schritt fuer Schritt durch.

Land & Leute

Die Gegend rund um San Francisco und Palo Alto ist landschaftschlich gesehen sehr schoen und definitv einen Besuch wert. Man merkt wirklich sehr stark das wuestenaehnliche Klima hier. Tagsueber brennt die Sonne von oben herab und nachts wird es sehr schnell kalt. Waehrend der fast zwei Wochen hier habe ich in Palo Alto keine einzige Wolke gesehen, immer nur den strahlend blauen Himmel. Wie ich mitbekommen habe ist der letzte Regen aber auch schon im April gefallen was dazu fuehrt, dass sandgelb und braun die dominierenden Farben sind, wenn man nicht gerade auf einem nachts mit viel viel viel Wasser versorgten Gruenstreifen steht. Der Nachteil ist aber nicht nur das mangelnde Gruen, sondern auch die ausserordentlich hohe WaldSteppenbrandgefahr.

Erdhoernchen

Erdhoernchen

Anders ist dagegen das Wetter in San Fran ( so sagen die Eingeborenen hier ), dort ist es sehr oft wolkig und meisst diesig. Aber viel oefter tut es dort auch nicht regnen. Alles in allem hat die Bay ein einzigartiges Mikroklima und die Gegend um Palo Alto und Mountain View wird vom Meer durch ein e hoehere Huegelkette geschuetzt die fuer den strahlenden Sonnenschein hier sorgt.

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Was mir hier sehr viel Spass gemacht hat, war auch das Autofahren. Unser Mietwagen, war ein ueblicher Kleinwagen (V6 mit 2,4 l Hubraum) und schob sich gemuetlich durch die Gegend. Die Federung ist viel zu weich, aber dafuer schaukelt es schoen. Auf den Autobahnen darf man im Schnitt nur ca. 100 km/h fahren dafuer aber auch rechts ueberholen und alles in allem ist der Verkehr sehr angenehm. Kein Draengeln, Hupen und Schubsen, alles geht wirklich gesittet von sich. Das kann auch daran liegen, dass man einfach den Tempomat auf 70 mp/h stellt und gemuetlich durch die Gegend kutschiert. Wenn ein anderer gerade 68 mp/h im Tempomat eingestellt hat, dann ueberholt man in aller Ruhe oder weicht auf eine andere Spur aus. Innerhalb geschlossener Ortschaften gibt es dann ganz andere Problemchen, das zuegige Spurwechseln gibt es hier nicht. Wenn ein Amerikaner vor dir blinkt, wuerde man erwarten, dass er die Luecke auch nutzt, aber hier probiert er zu warten bis du vorbei bist, was fuer mich als Europaeer oefter zu Missverstaendnissen gefuehrt hat.

Doch nun zu den Leuten: Der Amerikaner ( Staatsbuergerschaft USA ) an sich ist sehr freundlich und immer mit einem “How are you” dabei. Natuerlich ist diese Phrase nicht mehr als ein “Hallo”, aber auf der anderen Seite wirkt das doch gleich viel angenehmer als ein knurriges “Hallo, bitte ich will sie nicht bedienen”. Wenn man zu Starbucks, In ‘n Out, Jack in the Box, Taco Bell, Tommy, Polo, Victorias Secret oder wo auch immer hingeht, wird man immer freundlich bedient und fuehlt sich als Kunde wohl. Der Service Gedanke ist hier wirklich spuerbar und auch wenn ich Laeden wie Starbucks in Berlin immer vermeide habe ich mich hier sehr wohl gefuehlt und wuensche mir, dass sich die deutschen Servicekraefte am Point of Sale mehr Muehe geben wuerden. Fuer private Kontakte war der Aufenthalt sicherlich zu kurz aber wer weiss, wann ich das naechste Mal hier bin und dann kann ich sicherlich viel viel mehr zu den richtigen Kontakten erzaehlen.

Die Arbeit(sumgebung)

Das Lab in Palo Alto war sehr schoen. Auf Grund der Tatsache, dass kein Gebaeude hoeher ist als zwei Etagen wirkt alles gemuetlich und nahe zusammengerueckt. Die Gebauede hatten sicherlich schon ihre besseren Zeiten und ich bin der festen Ueberzeugung, dass Braun einfach nicht die passende Farbe fuer motiviertes Arbeiten ist, aber alles in allem kann man es sich hier sehr gut gehen lassen. Die Kantinen ueberzeugen nicht unbedingt durch das Essen an sich. Das Essen ist zwar sehr gut aber in Frankreich war es definitv besser, was mich zu dem Schluss verleitet, dass Frankreich die beste Kantine weltweit hat. Doch zurueck, dass Essen wird hier immer direkt frisch fuer den Gast zubereitet, also nicht nur in grossen Kuebeln abgefuellt, sondern immer frisch gegrillt und gegart und zum Schluss garniert. Mit dem Essen kann man es sich dann auf der Terasse in der Sonne gut gehen lassen und wieder frisch ans Werk gehen.

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Mittagspause auf dem Dach

Die Kaffeeecken sind dabei auch nicht nur mit den gaengigen Esspressoautomaten ausgestattet, sondern es gibt dann noch unmengen anderer Getraenke von Wasser ueber Cola und Eistee. In den Kaffeepausen waehrend der harten Arbeit kann man es sich dann im Innenhof gemuetlich machen und den Kolibris zuschauen wie sie durch die Blumen schweben.

Ein ganz besonderes Erlbenis war dann sicherlich auch der Besuch bei Google und ich denke ich verstehe nun, warum viele Informatiker unbedingt bei Google arbeiten wollen. Ich habe das zwar schon einmal in einem anderen Eintrag beschrieben, doch noch kurz die Zusammenfassung: Geht es dem Entwickler gut, geht es uns gut. Motivierter Entwickler, gute Software. Eigentlich einfach oder :)

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Und sonst so?

Kalifornien ist wirklich nicht billig, das Bier liegt so bei 5$, ein Mittagessen bei 15$. WG-Zimmer liegen so bei ca. 800$. Fastfood gibts natuerlich guenstiger aber da will und kann man einafach nicht immer essen. Autos sind in allen Preiskategorien zu haben, die europaeischen immer etwas teuerer, die einheimischen etwas billiger. Ein standard Ford Focus zaehlt hier als Kleinwagen und mein guter Ford Fiesta zaehlt hier hoestens als Einkaufswagen mit Motor. Die Motorisierung ist immer wirklich ueber dem was in Europa als normal gilt. Auf der anderen Seite ist die Technik hier auch nicht so etabliert mit all den ganzen Dingen wie Turbolader und Diesel usw. Lieber faehrt man einen riesen 6 Zylinder, denn da weiss man was man hat und die Kolben werden immer mit dem guten Sprit gespuelt.

Bemerkenswert ist auch die Alkoholmentalitaet hier. Alkohol in der Oeffentlichkeit ist rigeros verboten und wird mit horrenden Strafen belegt, wenn man Alkohol kaufen will, wird man immer nach seinem Ausweis gefragt und es gilt wohl die Regel, alles was juenger als 40 aussieht muss den Ausweis vorzeigen. Die Bars hier sind recht gemuetlich auch wenn es in Palo Alto und Mountain View nicht allzu viele davon gibt. Wenn man das mit der Simon-Dach Strasse vergleicht ist es eher mager und das Bier hier ist eher ungeniessbar als gut – wer hat eigentlich das Light-Bier erfunden – baeh… Sehr lustig wird es dann, wenn man weg gehen will. Als guter Berliner denkt man sich, vor um 12 passiert eh nix, also gehen wir erst um 12 los und machen dann lustig Party. Im Prinzip ist das hier auch so, die Diskotheken, machen zwar schon um 10 auf und es sind dann auch Leute da, aber erst um halb zwoelf wird es dann richtig voll und auf einmal fangen die ganzen Leute sich an zu betrinken und es ist eine riesige Spannung zu spueren, die man so nicht beobachten kann. Es ist fast so als wuerde eine richtige Hektik herrschen weil die Leute Angst haben etwas zu verpassen. Tja, nicht ohne Grund, denn um Punkt zwei geht das Licht an und man wird vom Tuersteher freundlich gebeten das Lokal zu verlassen. Vorbei – um zwei.

Fazit

Ja, ich wuerde wieder kommen. Die Gegend hat mir gefallen und irgendwie ist es schon cool an dem Ort zu sein, wo Computegeschichte und auch Internetgeschichte geschrieben wird: sei es in Stanford ( Google ), das Xerox PARC oder auch nur die Facebookzentrale in Palo Alto Downtown. Mal schauen was kommt…

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Eine Fahrt auf dem Highway 1 und der Besuch in San Francisco

Ein langer Titel und unglaublich viele Fotos von einem Trip den Highway 1 von Halfmoon Bay nach Santa Cruz und unserem Ausflug am Sonntag nach San Francisco. Wir haben viel gesehen und die typischen Attraktionen uns angeschaut. Ich will hier aber weiter keine Worte verlieren und verweise daher wieder dringend auf die Fotos.


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Ein Besuch in Mountain View … bei Google

Heute hatte ich die fuer Informatike absolut geniale Moeglichkeit mir mit einem kurzen Blick den Google Campus in Mountain View, Kalifornien anzuschauen und man kann nur sagen, ein absolutes Mekka fuer den Informatiker an sich. Nicht nur, dass es eine Rund-um-die-Uhr Verpflegung fuer die Mitarbeiter gibt ( kostenlos natuerlich ), es gibt auch Fahrraeder um zwischen den Standorten zu pendeln, es gibt echte !!! Espressomaschienen (Siebtraeger) und und und… Insgesamt wirkt alles sehr sehr wuselig und aktiv, ueberall sind Mitarbeiter unterwegs mit ihren Macbook Pros oder IBMs und laufen durch die Gegend unterhalten sich – man muss hier aber noch anmerken, dass ca 40% der Mitarbeiter mit irgendeinem Google Gadget durch die Gegend schwirren, sei es eine Tasche, ein Shirt oder die Tasse, irre. Nirgendwo hat man das Gefuehl man wuerde stoeren, weil man vielleicht zwischen den Cubicles zu laut geredet hat. Man merkt hier sehr deutlich, dass es sich um ein sehr junges Unternehmen handelt und hier vor allem Spass an der Arbeit gross geschrieben wird.

Den Eindruck, den ich gewonnen habe ist vor allem, dass alles sehr sehr Entwickler-zentrisch verlaeuft, sprich, der Entwickler der Software steht im Mittelpunkt und alles um ihn herum wird so gebaut, dass er sich wohlfuehlt und das hat mir sehr gut gefallen. Noch ein Punkt ist, der wieder aber nur Informatiker interessieren wird ist, dass aller Code, der jemals in das Google System eingecheckt wird immer und ich wiederhole immer von einem anderen Mitarbeiter gereviewed wird um moegliche Fehler moeglichst frueh zu finden. 100 Punkte auf der Skala und der Gewinner erhaelt so viele Waschmaschinen wie er tragen kann.

Vielleicht muss ich meinen CV doch mal an Google schicken :)

Die ersten Fotos sind da

Wie versprochen, kommen nun die ersten Fotos von Palo Alto und der Bay. Bitte neidisch werden. Wie immer gibts die bei Flickr und zwar im Set Californication.

Viele der Fotos sind entweder hier bei SAP im Workshop aufgenommen, unterwegs in Palo Alto oder als wir abends noch kurz zur Bay gefahren sind um dann die Sonne hinter den Bergen verschwinden zu sehen.

Angekommen in Kalifornien

Nach 12 Stunden Flug, 1 Stunde Verspaetung und eigentlich ohne grosse Vorkommnisse sind wir in San Francisco gelandet, haben dort unseren Wagen geliehen und sind nach Los Altos zum Hotel gefahren. Nun sind wir hier angekommen und ueberlegen, wo man noch eine Kleinigkeit essen kann um den ganzen Abend noch gut abzurunden.

Nur kurz zur Info: Das Auto, das wir fahren ist ein Pontiac 6 Zylinder, das Hotel ist gut ( wenn auch ohne kostenfreies WLAN ) und das Wetter sieht gut aus, auch wenn es relativ kuehl ist und das Wichtigste mir geht es gut.

Soviel erstmal… Fotos folgen.